Die meisten Wildbienenarten leben nicht in Wildbienenhotels, sondern bevorzugen ein sandiges Zuhause – eine sogenannte Sandlinse. Bei uns im Garten haben wir ein sonniges Plätzli zwischen Gartenhaag und Strasse, welches ideal für eine Sandlinse ist. Schon länger hatten wir diesen Plan und er wurde endlich wahr. Seit zwei Wochen ist das Heim für die Wildbienen parat.
Eine Sandlinse zu bauen ist ganz einfach. Hier sind die Schritte von Pro Natura zusammengefasst:
In 5 Schritten zur Sandlinse im Garten
1. Genug Sand besorgen. Wildbienensand gibt’s beispielsweise im Obi. Lieber mehr Material einplanen - im Laufe der Zeit sackt alles zusammen. Hat es dadurch zu wenig Sand, gibt es ein Problem. Im Nachhinein darf man keinen Sand mehr aufschütten, sonst werden ihre Wildbienen lebendig begraben. Empfohlen ist eine Sandtiefe von ca. 30 cm, damit alle Bienen Platz haben für ihre Nestgänge.
2. Eine Grube von 35 cm Tiefe ausheben.
3. Eine gute Sandlinse braucht eine Drainage – sonst stehen die Nester bei starkem Regen bald unter Wasser. Ca. 5 cm Kies in die Grube füllen.
4. Grube mit Sand füllen. Einige Insekten-Arten mögen lockeren Sand am Rand, andere lieben die festen Flächen. Den Sand darum etwas festdrücken und gleichmässig verteilen.
5. Den Rand der Sandlinse mit Steinen, Baumstämmen oder Wurzelstöcken befestigen. So wird die Sandlinse vor Erosion geschützt.
Eine Minisandlinse für den Balkon funktioniert auch gut, einfach darauf achten, dass der Topf mindestens 35cm hoch ist.
Viel Vergnügen beim Nachbauen und beim Beobachten der summenden Bienli.
Rahel Aschwanden, Sozialdiakonin, Umweltteam