Als ich im Februar in den Skiferien unterwegs war, fand ich auf dem Weg einen etwa fünfranken grossen hellblauen Schmuckstein, einen blauen Jaspis. Dies erinnerte mich gleich an meinen Auftrag aus dem Umweltteam, über Heilsteine zu schreiben, da dieses Jahr das Jahresthema ganz einfach Steine ist. Und da ich vor einigen Jahren eine Kinesiologie-Ausbildung absolviert habe, sind mir Heilsteine nicht unbekannt.
Was sind Heilsteine?
Heilsteine sind Mineralien oder auch Edelsteine und werden in der sogenannten Steinheilkunde verwendet. Im Mittelalter erklärten Gelehrte wie Hildegard von Bingen und Albertus Magnus die Kräfte verschiedener Steine ausführlich und deren Verwendung zur Behandlung von Krankheiten war weit verbreitet. Die Wirkung von Heilsteinen ist zwar wissenschaftlich nicht bewiesen, dennoch haben sie sich als Teil traditioneller Heilmethoden bewährt. Ungeachtet des Mangels an wissenschaftlichen Belegen haben Millionen Menschen weltweit Vertrauen in die positiven Auswirkungen dieser schönen Elemente der Natur. Auch im Christentum tauchen Edelsteine in der Symbolik auf (z.B. Saphir, Smaragd und Jaspis). Hier aber nicht als Heilsteine, ihre Funktion war repräsentativ und symbolisch.
Wie wirken Heilsteine?
Heilsteine sollen auf den Körper und die Seele wirken, indem sie die kosmische Lebensenergie beeinflussen und die Selbstheilungskräfte aktivieren.
Heilsteine – also Edelsteine oder Mineralien wie Amethyst, Rosenquarz oder Bergkristall – werden in der sogenannten Steinheilkunde verwendet. Man schreibt ihnen je nach Tradition bestimmte Wirkungen zu, zum Beispiel:
• Amethyst → beruhigend, fördert Klarheit
• Rosenquarz → unterstützt Liebe und Herzöffnung
• Bergkristall → bringt Energie und Klarheit
• Hellblauer Jaspis → soll Ruhe, Gelassenheit und Klarheit bringen
Was sagt die Wissenschaft?
Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine Belege, dass Heilsteine eine spezifische medizinische oder energetische Wirkung haben, die über den Placebo-Effekt hinausgehen.
Warum wirken sie für viele trotzdem?
• Rituale geben Sicherheit
• Achtsamkeit und Fokus werden gefördert
• Die Symbolik kann emotional unterstützen
• Sie sind ästhetisch schön und können beruhigend wirken
Mein Fazit:
Heilsteine können als persönliches Ritual oder Symbol hilfreich sein – ähnlich wie Meditation oder ein Glücksbringer. Ich jedenfalls erfreue mich auch an den schönen Farben und Formen der Steine. Ein Amethyst steht bei mir im ReZ auf dem Bürotisch und auch ein kleiner Bergkristall gesellt sich dazu, diesen hat mir vor vielen Jahren ein ehemaliger (leider schon länger verstorbener) Mitarbeiter aus den Bergen zurückgebracht.
Für das Umweltteam, Sabina Kaiser, Kirchgemeindeschreiberin